Xinclude

risiko

Teile und herrsche lautet ein Paradikma der Informatik und beschreibt eigentlich die Zerlegung schwieriger Probleme und kleine, leichter zu lösende. Aufgeteilt werden aber nicht nur Probleme sondern auch Dateien. Zugegebenermaßen ist das kein neues Feature, Xinclude und Template- Includes gibt es schon lange im Wombat Framework. Beide dienen dazu große Dateien aufzuteilen und sie mittels "include" wieder zusammenzustecken. Während die Xincludes für Konfigurationsdateien verwendet werden, sind Template-Includes für HTML-Snippsel im Einsatz.

Neu ist, der massive Einsatz dieser Technik. Ein Standardbeispiel für die Verwendung von Includes sind Formulare: Elemente wie Vorname oder E-Mail-Adresse werden in vielen Formularen abgefragt. Mit Xinclude kann die Konfiguration für diese Felder in ein e separate Dateien ausgelagert und dann überall mit <xinc>email</xinc> und <xinc>vorename</xinc> eingefügt werden. Das gleiche Prinzip findet bei den Template Dateien Anwendung: auch hier lassen sich die einzelnen Formularelement auslagern und dann mittels Include an die richtige Stelle im Template einfügen. Das erleichtert den Überblick in großen Formularen und (HTML)-Templates. Außerdem hat es den Charme, dass HTML-Schnippsel nicht überall hineinkopiert werden müssen und die Korrektur eines Tippfehlers, Änderungen an dutzenden von Dateien nach sich zieht.

Sind die Dateien in einem Projekt sinnvoll aufgeteilt, lassen sie sich besser sortieren und verwalten. Auf diese Weise kann man selbst bei größeren Projekten mit tausenden Dateien den Überblick behalten und souverän herrschen.

30. Sep. 2019 (07:18) | gERD Schaufelberger

Datenspurensuche mit Kindern

Datenspuren 2019

Unter dem Motto "Patch gehabt" fand am Wochenende die jährliche Konferenz des Chaos Computer Club Dresden ( c3d2 ) statt. Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich es erst am Sonntag geschafft habe dort aufzukreuzen. Dafür aber mit zwei Jungs im Schlepptau! Ich war mir allerdings nicht sicher, ob sich die beiden auf eine Veranstaltung des CCC einlassen würden, aber nach dem was ich auf dem Camp gesehen hatte, beschloss ich, es zu versuchen.

Als wir unsere Fahrräder abgeschlossen hatten, mussten wir uns natürlich erstmal zurecht finden und die Örtlichkeiten erkunden. Es dauerte eine Weile bis wir das Fabmobil entdeckt hatten - naja, so einen großen, schwarzen Doppeldeckerreisebus übersieht man auch leicht - aber dann hatten sich die beiden festgefressen.

Im Bus gibt es mehrere 3D-Drucker, einen Laserschneider, Bohrmaschinen, Sägen und allerhand Werkzeug und Arbeitsplätze mit Laptop, Lötkolben und Heißklebepistole. Zunächst trauten sich die beiden nicht irgendetwas anzufassen, bis ihnen ein Junge in ihrem Alter zurief, dass sie sich einfach an einen Laptop setzen sollten. Er organisierte das Passwort für die Anmeldung, zeigte ihnen welches Programm sie starten müssen und wie sie die Grundelemente für einen 3D-Druck zusammenfügen konnten.

Das Eis war gebrochen! Zunächst spielten sie mit den einzelnen Elementen herum, platzierten hier und da eine Wand und machten sich mit den Werkzeugen vertraut. ich selbst versuchte mich möglichst zurück zu halten. Zunächst schaute ich ihnen noch über die Schulter und gab den einen oder anderen Tipp, aber ich merkte schnell, dass ich hier nicht gebraucht wurde. Also verlies ich das Fabmobil, holte mir eine Kaffee und beobachtete von eine, wunderbaren Platz an der Sonne das bunte Treiben. Gelegentlich lukte ich in den Bus, nur um mit Zufriedenheit festzustellen, dass die beiden schwer beschäftigt damit waren das Modell für ihren ersten 3D-Druck zu erstellen.

Nach mehr als zwei Stunden Arbeit war es soweit: Das Modell konnte in Druck gehen! Sichtlich ausgehungert schaufelten die beiden ein große Portion Nudeln mit Gemüse und π-nut-Soße in sich hinein um schnell wieder auf Erkundungstour gehen zu können. Schließlich hatten wir eine Stunde totzuschlagen bis der Ausdruck fertig war. Aber das war dank VR-Installation zum Ausprobieren, elektrischen Skateboard und Fahrrad mit E-Motor (kein E-Bike) kein Problem. Als wir schließlich wieder unsere Fahrräder von den Schlössern befreit hatten, konnten wir auf einen spannenden und kreativen Tag zurückblicken. Zwar hatte ich nicht einen Vortrag angehört, aber dafür habe ich den Beleg, dass Veranstaltungen des CCC doch was für Kinder sind - für große und für kleine.

23. Sep. 2019 (09:46) | gERD Schaufelberger

Wirtschaft sticht Wille des Volkes

Fridays for Future Berlin

Weltweit gingen am Freitag die Menschen für den Klimaschutz auf die Straße. In Deutschland zählten die Veranstalter 1,4 Millionen Teilnehmer, in Berlin waren es 270000, in Karlsruhe 11000 und sogar in Dresden 14000 Demonstranten. Die Botschaft ist so klar wie unüberhörbar.

Selbst unsere Bundesregierung hat die Rufe vernommen und ist sicherlich auch intelligent genug dem Willen den Volkes und der Stimme der reinen Vernunft Gehör zu verschaffen. Zumindest vordergründig und aus wahltaktischen Überlegungen heraus. Das zeigt auch das aktuelle Klimapaket. Ein Durchbruch sieht anders aus und eine Lösung die uns aufatmen lässt sind die geplanten Maßnahmen auch nicht (siehe Kommentare: Deutschlandfunk , Tagesschau ).

Dabei gibt es bereits sinnvoll Maßnahmen die nur noch in Gesetze gegossen werden müssen. Einige davon sind sicherlich mit hohen Kosten verbunden, wie der Außstieg aus der Kohleverstromung, andere sind extrem billig und bringen noch viele weitere Vorteile wie ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen. Aber offensichtlich ist die Macht der Industrie größer als der Wille des Volkes.

22. Sep. 2019 (09:00) | gERD Schaufelberger

Wombat Version 3.6.0

wombat-a2.jpg

Soeben wurde eine neues Versionstag des Wombat Web Frameworks erstellt: Wombat Version 3.6.0 . Seit der Version 3.5 gab es viele Änderungen, wovon die meisten für sich keinen Versionssprung rechtfertigen würden. In Summe sind seit knapp einem Jahr doch wieder sehr viele Features hinzu gekommen. Naben den kürzlichen Verbesserungen zur Suchmaschinenoptimierung mit freier Gestaltung der Sprach-URLs und der Verwaltung der Meta-Tags gibt es drei Dinge die stark zur Erhöhung der Produktivität beitragen.

  • Inline-Übersetzungen direkt beim Bearbeiten des Datensatze
  • Includes in Konfigurations- und Template Dateien
  • Einbinden beliebiger Resourcen im Projekt
20. Sep. 2019 (00:23) | gERD Schaufelberger

Hübsch machen für die Mächtigen

google geld und daten

Suchmaschinen - allen voran Google - sind sehr mächtig . Nicht nur weil sie Nutzerdaten sammeln, sondern auch weil sie so gut funktionieren und von allen genutzt werden: will man im Internet etwas finden, gibt man seine Anfrage auf einer Suchmaschine ein. Mit etwas Übung findet sich schnell eine Webseite, die genau das gewünschte liefert - oder zumindest nahe genug dran ist. Dabei wird es normalerweise nicht nötig auf die zweite oder gar dritte Seite der Suchergebnisse zu blättern. Meist findet sich ein brauchbares Ergebnis unter den ersten zehn Listenpunkten. (Wenn nicht, versuche ich lieber einen verbesserten Suchbegriff anstatt mich durch viele Seiten zu quälen.)

Unternehmen, die darauf angewiesen sind, mit ihren Produkten im Internet gefunden zu werden, ist es daher sehr wichtig, bei den richtigen Suchbegriffen ganz oben in der Trefferliste zu stehen. So hat es auch der Weltmarktführer für Feinstaubmessgeräte nicht leicht bei eben diesem als Suchbegriff die Top-Ten anzuführen. Man kann sich daher vorstellen, dass viel unternommen wird um den digitalen Ruf zu verbessern. Der Fachbegriff dafür lautet SEO - also Suchmaschinenoptimierung (englisch Search Engine Optimzation).

Derzeit helfe ich der Firma Palas dabei die Platzierung zu verbessern. Meine Aufgaben beschränken sich dabei allerdings auf das Technische. Konkret geht es, neben ein paar anderen Dingen, darum die Darstellung (der Webseite) auf Smartphones zu verbessern, Meta-Tags noch spezieller befüllen zu können oder weitere redaktionelle Inhalte auf der Startseite zu ermöglichen. (Tausend andere Punkte wurden bereits bei der Erstellung der Seite berücksichtigt und boten daher nur noch sehr, sehr geringes Optimierungspotential.)

SEO ist aber weit mehr als sich mit konformem HTML bei den Suchmaschinen einzuschmeicheln. Es geht um Inhalte. Tatsächlich lesen die Suchmaschinen unsere Webseite durch (damit sind sie wohl die einzigen) und dabei entwickeln sie dabei auch eine Art Textverständnis. Die Algorithmen der Suchmaschinen sind ziemlich gut darin Muster in Texten wieder zu erkennen: Taucht beispielsweise ein Fachbegriff auf einer Webseite immer wieder auf, scheint diese Webseite eine gewisse Relevanz für das Thema zu haben. Wird dieser Fachbegriff nun auch noch von anderen Begriffen flankiert, die auch auf anderen Webseiten im Zusammenhang stehen, gibt es extra Punkt. Somit werden wissenschaftliche Artikel oder eine Produktbeschreibung die echte Informationen beinhaltet höher gewertet als stumpfe Kauf-Mich-Aufforderungen (- zum Glück).

Das war natürlich nur ein Beispiel, das verdeutlichen soll wie wichtig redaktionelle Inhalte sind um in der organischen Suche in der Trefferliste zu erscheinen. Auf der anderen Seite sind es die technischen Verbesserungen, die zum einen viel Arbeit abnehmen und zum anderen so etwas wie sprechende URLs erst ermöglichen. Auf jeden Fall wird es an beiden Fronten weiter gehen, wenn schließlich ist das Ergebnis einer Optimierung nicht das Optimum und sich für eine Suchmaschine hübsch zu machen lohnt sich immer.

13. Sep. 2019 (17:50) | gERD Schaufelberger

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