Geld für Enkel, Großeltern und die dazwischen

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Die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen ist längst verebbt und dennoch tauchen immer wieder scheinbar neue Ideen auf, die in die selbe Kerbe schlagen. Ganz aktuell bevölkert der Vorschlag Respektrente (der SPD) die Nachrichtensendungen. Eine Eigenschaft - und gleichzeitig Kritikpunkt der politischen Gegner - ist, dass diese Grundrente ohne Bedarfsprüfung ausgezahlt werden soll. Das vereinfacht den bürokratischen Aufwand, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass auch ein millionenschwerer Rentner die Leistung erhält. Ich denke eine Grund- oder Mindestrente, die existenzsichernd ist, sollte an jeden, der das Rentenalter erreicht hat gezahlt werden. Auch an Reiche! Da auch alte Menschen ihr Einkommen versteuern müssen, hätte der Reiche einfach ein paar Euro obendrauf, die er voll versteuern muss. Derjenige, der sonst keine oder nur wenig Einkünfte hat, kann sich wegen Freibeträge und die niedrigen Steuersätze am unteren Ende der Gehaltskale über eine satten Zuschuss freuen,

Vor nicht einmal einem Monat (9. Januar 2019) ging eine andere Initiative der Bundesregierung durch die Medien: " Das Starke-Familien-Gesetz ". Kritisiert wurde auch dieses - unter anderem von Ulrich Schneider, dem Geschäfsführer des paritätischen Wohlfahrtsverbandes . Folgt man seinen Argumenten, vernichtet das Starke-Familien-Gesetz ein vielfaches der Beträge, die letztlich an die Bedürftigen ausgezahlt werden im Verwaltungsakt. Sinnvoller - so U. Schneider wäre ein einheitliches, einfaches, bedarfsdeckendes, existenzsicherndes Kindergeld in der Höhe von beispielsweise € 600,- im Monat, pro Kind. Auch hier würden die Steuern automatisch dafür sorgen, dass Reiche letztendlich das Kindergeld wieder an den Fiskus zurück zahlen. Mir gefällt die Idee - nicht nur weil ich selbst Kinder habe, sondern auch weil ich mit sicher bin, dass es viele Familiensituationen entspannen würde.

Wenn es nach mir ginge, sollte beides gleich heute eingeführt werden: zum einen das bedarfsdeckende Kindergeld für alle Kinder (0 bis 18 Jahre) und die existenzsichernde Grundrente für alle Rentner (Menschen älter als 65 Jahre). So wie ich das sehe, würde das auf einen Schlag sehr viele Probleme lösen und viele Formulare überflüssig machen. Finanzierbar wäre das allemal - wahrscheinlich wäre es sogar billiger als unser aktuelles HarzIV-System mit seiner aufwendigen Bedarfsprüfung. Dann müsste niemand mehr Angst davor haben eine Familie zu gründen oder alt zu werden.

Wenn sich der Kindergeld für die Jungen und die Grundrente für die Alten etablieren, sollten wir gleich damit weitermachen das bedingsungslose Grundeinkommen für die dazwischen in ein Gesetz zu gießen. Wir müssen nur wollen.

5. Feb. 2019 (13:27) | gERD Schaufelberger

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