Bus gesponsert vom Staat

Bus finanziert vom Staat

Neulich fuhr ich mit einem großen PS-starken Wagen mit Chauffeur - dem Bus. Hinter dem Fahrer prankte in Aufkleber auf dem zu lesen war, dass der Bus durch das Staatsministerium gefordert wurde. Sollten wir da nicht gleich den Luxemburger Weg einschlagen und den ÖPNV kostenlos anbieten?

Wenn wir ehrlich sind, ist das Geschäft mit dem ÖPNV alles andere als gewinnbringend. Die paar Euro, die durch den Ticketverkauf rein kommen, werden zu rund 30% durch Fahrkartenautomaten und Kontrolleure wieder aufgefressen. Ganz zu schweigen von den versteckten Kosten, die entstehen weil Ticketautomaten nur schwer zu bedienen sind und nicht das Kleingeld annehmen, das in der Tasche klimpert. Oder die Aufwände die entstehen wenn Preise erhöht werden sollen. Und wer bezahlt eigentlich die Leute, die sich das "Wabensystem" der Tarifzonen mit den verschiedenen Tarifen für Erwachsene, Kinder, Hunde, Gruppen, Fahrräder, Monatskarten und Jahresabos ausdenken? Wäre es da nicht einfacher der ÖPNV konzentriert sich auf sein Kerngeschäft - Menschen von A nach B zu bringen - und wir finanzieren den Spaß direkt aus Steuergeldern? Das hätte übrigens den hübschen Nebeneffekt, dass reiche Menschen mehr für den ÖPNV zahlen als Mindestlohnbezieher.

1. Mär. 2020 (17:34) | gERD Schaufelberger

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